Vorschau: Tour de France 2013

Heute wurde die Strecke der Tour de France 2013 enthüllt. Zum 100. Jubiläum des Rennens (während der beiden Weltkriege musste das Rennen insgesamt 11 Jahre aussetzen) liessen sich Christian Prudhomme und sein Team einige Besonderheiten einfallen. Hier die Highlights:

In ihren 100 Editionen hat die Grande Boucle fast jeden Winkel des Landes besucht, jedoch bisher nie die kleine Insel Korsika. Historisch ein Streitpunkt zwischen Italien und Frankreich, gehört Korsika seit 1769 offiziell den Franzosen. Die ersten drei Etappen werden auf der Insel starten, dabei verläuft die erste Etappe vom Süden bist fast ganz hoch in den Norden entlang der östlichen Küste, in einer 212km langen Flachetappe von Porto-Vecchio nach Bastia. Einen Prolog wird es, so wie auch im Jahr 2011, nicht geben.

Zur vierten Etappe geht es durch das westliche Mittelmeer zurück aufs Festland, wo ein Teamzeitfahren von Nizza zurück nach Nizza stattfinden wird. Zwei Einzelzeitfahren erwarten die Fahrer zudem: die 11. Etappe nach Mont-Saint-Michel sowie ein Bergzeitfahren inmitten der schwersten Woche der Tour in Etappe 17. Auf nur insgesamt 65 Kilometern können Zeitfahrspezialisten wie Titelverteidiger Bradley Wiggins Zeit auf ihre Konkurrenten herausfahren, dazu kommt das Teamzeitfahren mit 30km – im Jahr 2012 waren es knapp 100km und enthielt keine Disziplinen wie Team- und Bergzeitfahren.

Die 15. Etappe führt am Nationalfeiertag zur Bergankunft am Mont Ventoux, bevor es nach einem Ruhetag in die letzte Woche der Tour geht. Das als eines der schwierigsten Time Trials in der Geschichte der Tour beschriebe Bergzeitfahren in Etappe 17 bildet ein Highlight dieser Tour, dabei führt die Strecke von Embrun nach Chorges über 32 technisch komplizierte Kilometer durch die Alpen.

Die Königsetappe – 2x Alpe d’Huez

Einen Tag später, auf der 18 Etappe, wird Alpe d’Huez gleich zwei Mal angesteuert und in einer Bergankunft enden. Das erwartete Duell zwischen Andy Schleck und Alberto Contador wird spätestens dann Fahrt aufnehmen, bevor die 19. Etappe den Glandon und den Col de la Madeleine mitnimmt und auf der letzten Rennetappe vor Paris in einer 8,5% steilen Bergankunft in der Nähe von Annecy, dem Semnoz, endet.

Über insgesamt 3479 Kilometer wird es sieben Flachetappen, fünf mittlere Bergetappen und sechs Bergetappen mit jeweils vier Bergankünften geben. Dabei werden 10 neue Städte angefahren.

Eine weitere Neuerung: die Ankunft in Paris wird anstatt wie üblich um 17 Uhr erst um 21:30 Uhr stattfinden – Paris will sich dabei im Jubiläumsjahr als Stadt der Lichter präsentieren, wenn die Fahrer vom Hof in Versailles aus in der Dämmerung die Stadt erreichen. Dabei wird das Peloton bis hinauf zum Champs-Élysées zum ersten Mal durch den Arc de Triomphe geführt.

Mit weniger Zeitfahrkilometern wird es schwer für Titelverteidiger Bradley Wiggins. Favoriten sind daher die Fahrer, die sich in vergangenen Jahren besonders gut in den Bergen behaupten konnten: Joaquin Rodriguez, Alberto Contador, Cadel Evans, Chris Froome und Tejay Van Garderen.

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