Alles Andere

Geschichten aus dem Peloton

Norwegischer Reporter testet die 8.000 Kalorien Tour de France Diät

Norwegischer Reporter testet die 8.000 Kalorien Tour de France Diät

 

Es ist immer interessant zu sehen, was ein Fahrer so während der Tour de France täglich an Kalorien aufnimmt, um den harten Tag auf dem Sattel einigermaßen zu überstehen. Um der Menge an Nahrung eine Dimension zu geben, hat der norwegische Sender NRK einen Reporter gebeten, diese Diät einmal zu testen – natürlich ohne ihn zwischendurch sechs Stunden durch Frankreich fahren zu lassen. Wie wir wissen verbrennt ein Fahrer während einer Grand Tour mehr Kalorien, als er zu sich nimmt – ein Indikator dafür, wie schwer eine 3-wöchige Rundfahrt wirklich ist.

Für mich stellt sich die Frage: war es das viele Essen oder das Citrus-Gel, welche das Fass zum überlaufen gebracht hat?
Das Video funktioniert auch ohne Norwegisch-Kenntnisse, mit dem Zahnrad unten links kann man jedoch englische Untertitel einblenden.

Robert Förstemann im Duell mit einem Toaster

Robert Förstemann im Duell mit einem Toaster

 

Wie viel Robert Förstemann braucht man, um ein Toast goldbraun zu backen? Wer sich diese Frage schon immer gestellt hat, bekommt nun endlich eine Antwort.

Für einen schwedischen YouTube Kanal erklärte sich der Bahnradfahrer, Olympionik und Mann mit sehr großen Oberschenkeln dazu bereit, auf ein feststehendes Rad zu steigen und mit wachsendem Widerstand so viel Watt wie möglich in die Pedalen zu treten – der Toaster braucht 700 Watt, um die Weizenmehlscheibe ansehnlich zu toasten.

Nicht nur Förstemann war verblüfft. Das morgendliche Frühstückstoast erscheint nun in einem ganz anderen Licht.

Tour of California 2015 – Ein Erfahrungsbericht – Teil 2

Tour of California 2015 – Ein Erfahrungsbericht – Teil 2

Tour of California avila beach stage four 2015 mark cavendish

Eigentlich hatte ich nur Sommersachen eingepackt, aber am Ende war ich dankbar für den Pullover und die Regenjacke. Was ich, außer beim Start in Sacramento nicht mehr brauchte, waren die Sandalen und die zwei kurzen Hosen. Die heißen Temperaturen, die man in den zahlreichen vorherigen Austragungen der Tour of California vom kalten Deutschland aus beobachten konnte, blieben in diesem Jahr aus.

2015-05-13 15.54.24

Avila Beach, Ziel der vierten Etappe

Das windige Küstenstädchen Pismo Beach bot eine wunderschöne Kulisse für den Start der vierten Etappe. Der schnelle Kurs endete entlang der Promenade in Avila Beach in einem leichten bergauf-Sprint, bei dem Peter Sagan seinen ersten Sieg der Rundfahrt für sich entschied. Stilecht mit Wheelie natürlich. Das GoPro Video vom Zielsprint ist ziemlich beeindruckend.

Auch die Fahrt entlang der Küste herunter nach Santa Barbara war trotz des Wetters atemberaubend. Ich hatte sie, wie sich später herausstellte, einen Tag zu früh auf mich genommen, da in Pismo Beach ein Hotelzimmer (mit Blick aufs Meer!) für mich frei war. Ich dachte allerdings, dass die Teams, wie sonst üblich, direkt nach der Etappe weiterziehen. Ich lag falsch.

Das Handlebar Cafe in Santa Barbara wird geführt von Aaron Olson, Ex-Profi bei Saunier Duval & T-Mobile

Das Handlebar Cafe in Santa Barbara wird geführt von Aaron Olson, Ex-Profi bei Saunier Duval & T-Mobile

Gut ist es daher, wenn man jemanden kennt der sowieso jeden kennt und so kam ich auf der Jungs-WG Couch von Tosh Clements in Santa Barbara unter, der, bis zu einer Verletzung die seine Profikarriere beendete, bei Optum Pro Cycling unter Vertrag stand. Mittlerweile fotografiert Tosh für Rouleur und Peloton Magazine. Nach einem ziemlich leckeren Bagel und schwarzen Tee im Handlebar Cafe fuhr ich Tosh und seinen Bruder zum Start.

Dunkle Wolken über dem Start am Strand von Santa Barbara ließen nichts gutes erahnen. Die fünfte Etappe stellte sich aufgrund des Wetters als schwerste für die Fahrer heraus. Zwei kurze, steile Bergwertungen machten zwar im Gesamtklassement, welches noch immer von Tom Skujins (Hincapie Racing) angeführt wurde, keinen großen Unterschied, aber sintflutartiger Regen und Seitenwind zehrten an den Fahrern. Die gerade Strecke zum Ziel in Santa Clarita war perfekt für den schnellsten Mann im Feld und so gewann Mark Cavendish seine dritte Etappe bei der diesjährigen Tour of California.

Fröstelnde Fahrer nach der fünften Regenetappe nach Santa Clarita

Fröstelnde Fahrer nach der fünften Regenetappe nach Santa Clarita

Mit (ausgerechnet weißen) Sommer-Baumwollschuhen an den Füßen sparte ich mir den Weg zum Ziel und hielt mich lieber im warmen Presseraum auf. Nach und nach kamen Skujins und Cavendish zur Pressekonferenz, wo Tee auf sie wartete, dankend umklammert vom zitternden, „most aggressive rider“ der Etappe, Danilo Wyss (BMC).

Was sich am Tag zuvor bereits ankündigte, wurde während der Etappe um Santa Barbara per Email verkündet: aufgrund von Wetterkomplikationen wurde die Zeitfahr-Etappe um Big Bear Lake spontan zurück nach Santa Clarita verlegt. Verkürzt von 15 auf 6 Meilen, führte der Kurs nun über eine holprigen, technischen Kurs um den Six Flags Freizeitpark in Valencia. Leider blieb keine Zeit zum Achterbahnfahren, aber ich hatte das Glück, eine Runde im Begleitfahrzeug von SmartStop zu sitzen – die engen Kurven und die Schlaglöcher auf der Strecke waren abenteuerlich genug.

Chris Butler überholte Jesús Hernández aus dem Team Tinkoff-Saxo

Chris Butler überholte Jesús Hernández aus dem Team Tinkoff-Saxo

Aufgrund der Beschaffenheit und Länge der Strecke hatte sich die Etappe für die Zeitfahrspezialisten erledigt, dennoch war es spannend zu sehen, wie Peter Sagan sich perfekt in die Kurven legte und mit seinen Sprinterbeinen die Etappe gewann. Sichtlich erfreut darüber, dass er nun auch das Gelbe Trikot an sich nehmen konnte, erzählte er in der Pressekonferenz danach, was ihm half. Sagan hatte Zeit im Windtunnel verbracht und nach Paris-Roubaix auf der Bahn an seiner Zeitfahrhaltung gearbeitet, bevor er in Colorado viel Zeit im Höhentrainingslager verbrachte. Außerdem saß die Ehefrau während der Etappe im Tinkoff-Saxo Begleitwagen und sagte die Zeiten durch. Gute Vorbereitung hin oder her, laut Sagan gilt immer noch: „without legs can’t win.“

Interview: Gerald Ciolek über Teamkommunikation

tour of california 2015 gerald ciolek mtn qhuebeka six flags venice

Pismo Beach ist eine wunderschönes, hügeliges Städtchen am Rande des Highway 101 auf dem Weg nach Los Angeles. Die vierte Etappe der Tour of California startete hier und endete in Avila Beach, ein ebenso schönes, kleines Surferparadies etwas weiter die Küste hinunter.

Nach der traditionell leidenschaftlich vorgetragenen Nationalhymmne begannen die Fahrer die Etappe auf dem Pismo Beach Pier und ich meine Fahrt nach Avila Beach. Auf dem Weg zum Auto sprach mich ein Typ auf Deutsch an: „Ist Gerald krank?“  – das braungebrannte Gesicht erklärte mir später, dass er in Pismo studiert und ich gab ihm, etwas neidisch über seinen Studienort, meine Visitenkarte. Anscheinend hatte er gesehen, wie ich mich vor dem Start mit Gerald Ciolek unterhalten hatte. Dabei habe ich ihn gar nicht zum Rennen befragt, auch weil er, wie der Student schon vermutet hatte, noch eine Bronchitis auskuriert. Ciolek schien recht dankbar: „Mal etwas andere Fragen!“ sagte er nach dem Interview, welches sich hauptsächlich um Kommunikation im Team MTN Qhubeka und seinem vorherigen Team, Omega Pharma-QuickStep drehte.

Meine Bachelorarbeit wird sich um Kommunikation in internationalen Teams drehen. Ich finde diese Interviews liefern interessante Erkenntnisse, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Seit zwei Jahren fährst du nun bei MTN Qhubeka. Gibt es im Team noch Missverständnisse oder Kommunikationsprobleme aufgrund der Internationalität im Team?

Ciolek: Klar ist es einfacher in einem Deutschen Team zu fahren und seine Muttersprache zu sprechen, aber man gewöhnt sich auch relativ schnell an die Englische Sprache. Es ist schon besser wenn es, wie bei uns, eine gemischte, englischsprachige Mannschaft ist, als wie bei QuickStep, in der hauptsächlich Niederländisch gesprochen wird.

Welche Sprachen sprichst du eigentlich?

Ciolek: Deutsch und Englisch. Man wird doch immer auf Englisch angesprochen, ich war nie gezwungen eine andere Sprache zu lernen. Aber die Unterhaltungen unter den Fahrern fanden bei QuickStep hauptsächlich auf Niederländisch statt.

Gab es dadurch Probleme oder Missverständnisse?

Ciolek: Eigentlich nicht, nur ist es innerhalb des Teams natürlich schwieriger, Anschluss zu finden.

Wie kommunizierst du mit dem Sport Direktor? Ist das Ausführlich oder eher kurz und knapp?

Ciolek: Wir nutzen eigentlich alle Kommunikationswege. Der Umfang der Besprechungen kommt immer auf die Person an, jeder Sport Direktor hat seine eigene Art, wie er mit den Fahrern kommuniziert. Es kommt auch auf die Situation an – manche Themen nehmen mehr Raum ein, grundsätzlich ist es aber eher eine knappe Angelegenheit. 

Wie ist der Kontakt zwischen dir und MTN Qhuebeka entstanden?

Ciolek: Das lief über meinen Manager. Es ist am Ende doch eine kleine Welt im Radsport – wer kennt wen, welcher Typ wird gebraucht…

Redest du auch selbst mit dem Team Management? Was sind eure Themen?

Ciolek: Klar, unser Manager [Brian Smith] ist ja auch oft mit vor Ort. Unsere Gesprächsthemen sind häufig auch Belanglosigkeiten. Aber wenn es mal Probleme gibt oder etwas nicht läuft wie er sich das vorstellt, spricht er das auch direkt bei den Fahrern an. 

Habt ihr einen Kommunikationsleitfaden für den Umgang mit Presse, Fans und Sponsoren?

Ciolek: Es gibt ein paar Vorgaben bezüglich der Message unseres Projekts Qhubeka, die wir als Team vertreten und vor der Presse auch hervorheben möchten. Da es sich um ein wohltätiges Projekt handelt, gibt es natürlich ein paar Vorgaben oder Empfehlungen.

Im Vergleich zu anderen Fahrern bist du selbst gar nicht so aktiv auf deinen Social Media Kanälen, wie kommt das?

Ciolek: Stimmt schon, ich bin jetzt nicht der Typ der jeden Tag sein Frühstück und Abendessen postet (lacht)

Habt ihr dahingehend Vorgaben, werdet ihr vom Sponsor dazu angehalten, aktiver zu sein?

Ciolek: Es ist schon erwünscht, dass man viel auf Social Media macht, es geht bei uns aber weniger um den Sponsor, sondern mehr um das Projekt, gerade wenn bestimmte Aktionen gestartet werden. Gerade haben wir das Ziel, Geld für 5000 Räder zu sammeln, um Afrikanische Schüler mobiler zu machen. Dies bringen wir natürlich öfter auf Twitter oder Facebook zur Sprache.

Hast du denn viele Sponsoren-Events, bei denen du mitmachst? Welche sind das?

Ciolek: Ja, aber das hält sich in Grenzen. Das können ganz unterschiedliche Sachen sein, Autogrammstunden, Fototermine oder einfach vor Ort dabei sein. Vor zwei Wochen waren wir auf einer Autoshow, bei dem unser Radsponsor Cervélo involviert war. Die wollten einen Fahrer da haben. Dann fährt man halt da hin und zeigt Anwesenheit, das gehört zum Job dazu. 

Gab es diesbezüglich Unterschiede zu QuickStep? Ihr hattet ja zum Beispiel das jährliche Fotoshooting mit den Kissen..

Ciolek: Das sind so Aktionen die man immer mal macht, bei Milram posierst du halt mit einer Milchtüte und bei QuickStep war es der Matratzensponsor, wegen dem wir das Fotoshooting mit den Kissen hatten. Das war immer auf den jeweiligen Markt und Sponsor ausgerichtet. 

Was siehst du als größten Unterschied zwischen, in deinem Fall, Europa und Südafrika in Sachen Kommunikation, Teamstimmung und den Rennen?

Ciolek: Klar gibt es kulturelle Unterschiede aber das sind Kleinigkeiten. Gerade die Afrikaner im Team sehen Zeiten und Termine etwas gelassener, aber das Gesamtkonzept des Teams ist so international geprägt, dass die Unterschiede nicht mehr so groß sind. Das Renngeschehen passiert eh zu 95% in Europa, unsere Helfer kommen aus Europa, daher gibt es kaum Unterschiede. 

Danke und viel Erfolg!

___

Zum Einstieg hatte ich mir die Deutschen Fahrer ausgesucht, wobei Ruben Zepuntke mir interessante Einblicke in die Kommunikation bei Cannondale-Garmin lieferte. Mehr dazu in den nächsten Tagen!

Tour of California 2015 – Ein Erfahrungsbericht – Teil 1

Tour of California 2015 – Ein Erfahrungsbericht – Teil 1

„Ja Eurosport hat auch gefragt… Aber woher kommst du eigentlich? Von welchem Medium?“ Ob Jens Voigt Goldene Speichen kennt? Immerhin habe ich im letzten Jahr einen Artikel pro Quartal veröffentlicht. Ich umgehe die Frage mehr oder weniger geschickt und frage lieber, ob man ihn im Sommer bei der Tour de France ARD zu hören bekommt. Die Antwort: Wahrscheinlich nicht.

Vier (zugegeben ziemlich lange) Artikel im Jahr reichen anscheinend, um eine Presseakkreditierung für die Tour of California zu bekommen. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit bin ich sowieso in den USA, wieso also nicht die Westküste und das „echte“ Amerika im Schlepptau eines Rennens entdecken? Das Essen im Presseraum ist umsonst und das WLAN stabiler als in den meisten Hotels – ausserdem tue ich im Grunde das, was die Rennveranstalter und Tourismusbüros eigentlich bezwecken wollen: ich komme nach Kalifornien als Tourist. Ich lasse Geld in (billigen) Hotels und schwärme zuhause von der Natur und den Menschen. Als Radsportfan das Land im Rahmen eines großen Rennens zu entdecken war die beste Idee der Redaktion, seit dem Artikel über rasierte Männerbeine.

Die zehnte Ausgabe der Tour of California startete in Sacramento. Obwohl sich die Stadt als Radsportfreundlich etablieren möchte, ist es eher die direkte Umgebung gelegene Stadt Davis, die sich, wohl zu recht, als Radsporthauptstadt der USA bezeichnet. In Davis gibt es, anders als in manch anderen Amerikanischen Städten, sogar Bürgersteige und vor allem: Radwege! Davis zeichnet sich durch die UC Davis aus, bekannt durch deren erfolgreiche Sportteams und den Pepper Spray Incident im Jahr 2011. Eine angenehme, unangestrengte Studentenstadt mit Bars und Radläden an jeder Ecke.

amgen tour of california 2015 press conferece sagan cavendish marcotte gesink talansky

Die erste Pressekonferenz in Sacramento, u.a. mit Mark Cavendish, Peter Sagan und im Hintergrund im blauen Hemd Jens Voigt

Die Strecke in Sacramento führte in einem Rundkurs nach Davis zurück zum Kapitol. Das Wetter und die Stimmung waren hervorragend, das Muttertags-Dinnerevent im Hotel an der Strecke gab dem Ganzen eine heimelige Note. Peter Sagan hatte schon in der Pressekonferenz sein derzeitiges Motivationstief durch Gähnen und geschauspielertes Wegnicken deutlich gemacht, woraufhin Cavendish sich die Anspielung auf Sagan’s 4 Millionen Euro schweren Vertrag bei Tinkoff-Saxo nicht sparen konnte. Den Sprint hat er dann auch recht deutlich gewonnen.

Knapper wurde der Sprint auf der zweiten Etappe von Nevada City (Bilderbuchszenerie!) nach Lodi (Taco Bell, Walmart, vierspurige Highways), wo Mark Cavendish den Sieg per Photofinish entschied. Die Fahrt nach Nevada City führte durch wunderschöne Wälder und einen stressfreien Highway, den ich mir mit Teambussen und Begleitfahrzeugen teilte. (Throwback Hip Hop Radio ist übrigens beste Wahl für solche Fahrten). 

Phil Gaimon vom Team Optum-Kelly Benifit, Etappe 2

Phil Gaimon vom Team Optum-Kelly Benifit, Etappe 2

San Jose war die erste hügelige Etappe des diesjährigen Rennens. Im Startbereich ungewöhnlich viele Rapha Jerseys und teure Räder. Die Nähe zum Apple Hauptquartier in Cupertino und durch das überdurchschnittlich hohe Einkommen der Bewohner schlägt sich auch auf die Hotelpreise nieder. Wenn man San Jose googelt, sind Artikel wie „Where to sleep safely in your car in San Jose“ nicht ungewöhnlich. Die Etappe gewann der 23-jährige Toms Skujins aus Litauen in einem Jensie-mässigen Ausreissversuch 55km vor dem Ziel, der Fahrer aus dem Hincapie Development Team bekam somit auch das Gelbe Jersey. Peter Sagan gewann den Sprint im Feld dahinter und machte auf dem Podium wieder auf sich aufmerksam. Sagan’s Späße werden hier manchmal etwas überinterpretiert und als respektlos dargestellt, dabei ist seine notorisch gute Laune trotz seiner drei zweiten Plätze in Folge sehr sympathisch. Es gibt Fahrer die in dieser Situation anderen die Schuld geben.

Die vierte Etappe startete in Pismo Beach, mit Palmen, Surfern, riesigen SUV’s mit „Support Solar Energy“ Aufklebern und einer wunderschönen Strandpromenade. Ich bekam die Chance ein paar Fahrer zu interviewen, darunter Gerald Ciolek und Cannondale-Garmin’s Jungstar Ruben Zepuntke. Mehr dazu in den nächsten Tagen!

Erstmal einen Espresso. MTN Qhuebeka warten vor dem Rapha Kaffeemobil

Erstmal einen Espresso. MTN Qhuebeka warten vor dem Rapha Kaffeemobil

Regelmäßige Updates wie immer auf Facebook, Twitter, Instagram und neu: Vine

Über eine eventuelle Rückkehr von ARD & ZDF zur Tour de France

Über eine eventuelle Rückkehr von ARD & ZDF zur Tour de France

oeffentlrechtl_2014Seit der Tour de France 2011 und der Auflösung der deutschen Teams T-Mobile, Gerolsteiner und Milram hat kein öffentlich-rechlichen Sender mehr von der Tour de France berichtet. Nun interessieren sich das Fernsehen vermehrt für die sympathischen neuen deutschen Radsportprofis und es gibt Gerüchte über ein Comeback. Was würde eine Rückkehr der größten deutschen Sender für den Sport bedeuten, ist das Interesse überhaupt noch vorhanden und wie sollten ARD und ZDF das Programm im Sinne der Fans gestalten?

Die Aufmerksamkeit wurde hart erarbeitet

Nicht nur die Etappensiege und Gesamterfolge deutscher Profis und Teams bei der letzten Tour de France zeigen, dass sich Radsport in Deutschland hervorragend vermarkten lassen könnte. Marcel Kittel, Andre Greipel und Tony Martin gewannen zusammen sieben Etappen, das deutsche Team NetApp-Endura stand durch eine Wildcard-Einladung als erstes deutsches Team seit 2010 am Start, deren Fahrer Leopold König, ein Tscheche, schaffte es sogar auf den siebten Rang der Gesamtwertung.

Auch wenn Ulle’s Karriereende bereits sieben Jahre zurückliegt, entspricht sein magentafarbenes Team das erste Bild in den Köpfen der Deutschen beim Stichwort Profiradsport. Seitdem hat jedoch eine neue Generation längst den Großteil der „Helden“ abgelöst. Auch finden, mit argwöhnisch betrachteten Ausnahmen, immer weniger Ex-Doper den Weg zurück in den Sport über Management- und Leiterrollen. Die heutigen, jungen Talente verdanken ihre Erfolge auch dem Abgang einer verlorenen Generation, sie konnten sich über die vielen Unkenrufe hinweg behaupten und haben es verdient, sich Gehör zu verschaffen.

  • Der Jedermann-Boom als Vermarktungsinstrument

Die Deutschen stehen dem Radsport durchaus aufgeschlossen gegenüber, zumindest wenn es um den Jedermannsport geht. Insgesamt 4000, meist ausgebuchte Startplätze gibt es beim wohl härtesten Jedermannrennen in Österreich, dem Ötztaler Marathon durch das Ötztal und das Tiroler Mittelgebirge. Über 20.000 Anmeldungen erreicht das größte deutsche Jedermann-Event, die Vattenfall Cyclasics in Hamburg. Deutschland ist für Sponsoren ein unheimlich wichtiger Markt, der jedoch durch die vielen Skandale und das geringe Medieninteresse kaum erschlossen werden kann.

Einerseits kann man nicht automatisch vom Erfolg des Jedermannsports auf ein potentiell hohes Interesse am Profiradsport schließen, abwegig ist es dennoch nicht. Der Radsportboom in Deutschland wurde von Jan Ullrich ausgelöst, unter völlig neutralen Gesichtspunkten kann auch ein Jedermann-Boom ein Interesse am Profiradsport wecken.

  • Ein ziemlich deutsches Problem

ZDF_Tour2011In der Neutralität liegt jedoch das Grundproblem: der Profiradsport in Deutschland ist wie in keinem anderen Land so mit negativer Aufmerksamkeit belegt, die Deutschen sind ausgesprochen nachtragend und begegnen dem Sport voreingenommen und in vielen Foren und Kommentarspalten mit blankem Hohn. Ehemalige Fans ziehen über den Radsport her, als hätte Jan Ullrich ihnen persönlich ans Bein gepinkelt.

Dazu kommt, dass wenn etablierte deutsche Medien schon vom Radsport berichten, oft ein zynischen, flapsigen Unterton und eine nachlässige Recherche dazukommt. Der Fokus liegt dabei auf den „schwierigen“ Teams und vernachlässigt dabei, was im Großen und Ganzen drumherum eigentlich passiert. Während britische Medien von aufstrebenden, jungen Franzosen berichten, die bei der Tour 2014 die Plätze zwei und drei belegten, lässt sich die Süddeutsche Zeitung lieber über Alexandre Vinokurov und seinem Siegerteam Astana aus. Das ist kein investigativer Journalismus, das ist rückständig, kleingeistig und am Interesse der Öffentlichkeit vorbeigeschrieben. Und ja: ich bin sauer.

Wer heute Radsportfan ist, dem wird Naivität vorgeworfen, denn der Profiradsport dient noch immer als Aushängeschild für Doping in Ausdauersportarten. Wenn ein Fussball-Physiotherapeut wie Sven Rinke (1. FC Köln) zu Doping gefragt wird, antwortet er „Nutzen würde es bei der Regeneration und teilweise bei der Ausdauer. Aber Fußball ist nicht Radsport – da reichen auch viel Schlaf und ein guter Lebenswandel, um fit zu sein.“ Fußball ist natürlich nicht Radsport, aber im Radsport kann, anders als im Fußball, unverhältnismässiger Kortison- und Schmerzmittelgebrauch auch eine vierjährige Sperre mit sich ziehen.

Aber das Gejammer über die Reputation des Sports im Vergleich zu anderen Sportarten hilft nichts – es geht schließlich darum, die Einzigartigkeit des Radsports herauszustellen. Dazu gehören auch die zahlreichen Kontrollen und im Radsport vorhandenen Alarmmechanismen wie der Blutpass oder grundlegende Einschränkungen durch die No-Needle-Policy.

  • Doping nervt

Auch Lance’s Geständnis ist schon zwei Jahre her. Selbst neue Enthüllungen um Fahrer in zwielichtigen Teams verwundern Fans nicht – weil die meisten wissen und darauf vertrauen, dass es heute auch anders geht. Man könnte es auch mit jahrelang antrainiertem Zynismus erklären, aber die Tatsache, dass die Kontrollen funktionieren und noch immer positiv getestet wird, nimmt einem das flaue Gefühl beim Blick auf die Ergebnislisten.

Man kann ein Team mit einem klaren, sauberen Standpunkt auf die Beine stellen, welches dann die Giro d’Italia gewinnt, so gesehen bei Team Garmin-Sharp. Auch führen technische Neuerungen, viele viele Sponsorengelder und taktische Langweile zwei Jahre in Folge zum Sieg bei der Tour de France, wie bei Team Sky gesehen. Und wenn Lance den Fahrern eins gelehrt hat, ist dass sich Doping sich auf langer Sicht nicht lohnt – irgenwann kommt es zurück und beisst einem in den Hintern.

  • Näher an die Fahrer

MarcelKittel_ZDFInterviewDer Sender Eurosport verdient viel Respekt und unendlichen Dank dafür, dass er dem Radsport in diesem Ausmaß treu geblieben sind. Trotzdem gibt es noch so viel Potential, welches der Sender in der deutschen Fassung verpasst. Viele Fahrer äußern sich ohne PR-Einfluss des Teams frei auf Sozialen Medien wie Twitter und dies umfasst nicht nur lustige Einblicke von der Massagebank. Zwar halten sich die deutschen Profis in den Sozialen Medien eher zurück, geben sie dennoch aufschlussreiche Interviews und Kommentrare in Kanälen abseits von den großen Radsport-Printmedien.

Mittlerweile unterhalten die Videos der Teams nach dem Rennen fast mehr, als die eigentliche Live-Übertragung. Dabei zeigen uns der Erfolg der Teaminternen Videos, wie sehr Fans an einer näheren Berichterstattung interessiert sind. Und das ist sogar physisch gemeint: Livebilder vom Rennrad aus sind derzeit wohl technisch noch nicht möglich, aber die wohl spannendste Innovation der letzten Jahre. Eine Wiederholung des Sprints der Etappe des Vortages aus sich der Fahrer wäre dennoch ein großer Mehrwert für den Zuschauer.

Kommentatoren können stundenlange Übertragungen von Flachetappen nicht nur durch den Hinweis auf das architektonisch schöne Rathaus der nächsten Stadt aufpeppen – wie es den Fahrern geht, erfahren sie meist aus erster Hand, wenn sie nur mal hingehen und fragen. In kaum einer Sportart sind die Athleten zugänglicher und weniger abgeschottet als im Radsport. Anders als in anderen, PR-getrimmten Sportarten verschonen einem die meisten Radsportler zudem mit Floskeln, wenn man sie nicht gerade direkt nach Alpe d’Huez fragt, wie sich die Beine anfühlen.

Es stellt sich die Frage: wen verpflichten ARD und ZDF als Fachmänner? Wer sich ausgiebig mit dem heutigen Sport beschäftigt, kann die alten Gesichter einfach nicht mehr sehen. So unterhaltsam „Höllentour“ auch war, Erik Zabel als Fachmann vor die Kamera oder vors Kommentatorenmikro zu holen wäre ein enormer Rückschritt und das absolut falsche Signal. Es würde so aussehen, als ob im Profiradsport alles beim alten geblieben ist und die Radsportberichterstattung die „Goldene Ära“ glorifiziert. Ete hat dennoch immer ein Platz in unserem Herzen. Es sei denn er hat noch ein Geständnis vom Geständnis-Geständnis zu machen.

  • Hintergründe und Skurilles

Als langjähriger Fan verliert man schnell aus den Augen, dass viele Dinge für Neulinge interessant sein können, über die man sich selbst längst keinen Gedanken mehr macht. Nicht selten hört man von weniger Radsport-affinen Leuten die Frage, mit wie vielen Gängen die Fahrer eigentlich die Berge hochfahren oder wie man am Rennrad überhaupt schaltet. Auch scheint das Rätsel, wie man als Profi unterwegs die Blase entleert (nicht ohne Grund ist dieser Artikel der beliebteste dieser Website), eine unerklärliche Faszination auf den deutschen Fan auszuüben.

Aber auch Fragen darüber, wie viel die Sportler eigentlich essen und am Ende der Etappe wieder an Kalorien verbrannt haben kommen immer wieder auf und heben hervor, was die Fahrer während einer Rundfahrt eigentlich leisten.

  • Vom deutschen Blick abweichen

Es ist schön zu sehen, dass die deutschen Fahrer vermehrt in die Öffentlichkeit treten und vermehrt weniger doofe Fragen beantworten müssen. Die heutige Generation an Fahrern ist eloquent im Umgang mit den Medien und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Zudem kann sich heute keiner mehr leisten kein Wort Englisch zu sprechen (so wie damals Ulle), denn in den ausländischen Medien genießen deutschen „Stars“ große Sympathien.

Die Fahrer kommen aus internationalen Teams und die Teamstruktur im Profiradsport ist zu komplex, um sich auf eine Fahrergruppe zu versteifen. Durch unsichere Sponsorengelder wechseln viele Teamnamen zudem regelmäßig und die Fahrer relativ häufig das Team.

Ein Fokus auf eine kleine Anzahl deutscher Fahrer oder auf ein bestimmtes Team weckt Erwartungshaltungen bei den Zuschauern und baut unnötigen, öffentlichen Druck auf. Jan Ullrich war nie ein Held und auch Jens Voigt fährt nur sehr gerne sein Rennrad. Es muss also ein gesunder Mittelweg zwischen Telekom-Hype und Fanpflege gefunden werden.

Trotzdem: der Weg, neue Fans vom Radsport zu begeistern, führt über die Fahrer. Wenn der potentielle Fan eine Sympathie für einen Sportler entwickelt, setzt er sich gerne mehrere Stunden vor den Fernseher, um ein Rennen zu verfolgen. Dieser Sportler muss nicht unbedingt Deutsch sprechen, um ihn für das deutsche Publikum interessant darzustellen.

Wieso ein Wiedereinstieg wichtig ist

Radsport finanziert sich ausschließlich aus Sponsorengeldern, es gibt kein Geld aus Ticketverkäufen oder Übertragungsrechten. Wenn die Sponsoren also ein großes Publikum erreichen, lohnt ein Investment in den Sport um so mehr. Ein geringeres Gefälle zwischen den Gehältern baut Druck ab, kann (!) zur Fairness des Sports beitragen und tut der gesamten Radsportbranche gut. Radsportfans zeigen sich dankbar: Umfragen haben ergeben, dass immerhin 38% der Radsportfans eher ein bekanntes Sponsoringprodukt kaufen, als ein gleichwertiges Produkt, dessen Namen nicht im Peloton zu sehen ist.

Es ist an der Zeit, dass die großen deutschen Sender wieder über das größte jährliche Sportevent der Welt berichten. Profiradsport ist schöner und sympathischer als noch vor vielen Jahren, gibt ihm eine zweite Chance. Schließlich habt ihr Andrea Kiewel auch eine gegeben.

Brian Cookson’s Versprechungen als neuer UCI Präsident

Brian Cookson’s Versprechungen als neuer UCI Präsident

Das 20-seitige Manifest von Brian Cookson ist bereits seit Ende Juni frei verfügbar, doch erst durch seine Wahl zum neuen Präsidenten der UCI wird dieses Dokument für den Radsportfan interessant.  24 der insgesamt 42 UCI Verbandsfunktionäre stimmten für ihn und sein „Wahlprogramm“, nun liegt es an Cookson,  Fans und Sportler davon zu überzeugen, dass er seine Versprechen einlösen kann.

brian cookson uci president 2013 british cycling

Foto: Pendle BC Flickr CC-BY-NC-ND

Wer ist Brian Cookson?

Der 62-jährge gibt mit seiner Wahl das Amt als Präsidenten des Britischen Radsportverbandes auf, welches er seit 1997 auführte. Auch wenn man ihm die Erfolge von British Cycling sicher nicht alleine zuschreiben kann, begann mit ihm der Aufstieg des Verbandes zum derzeit erfolgreichsten der Welt. Was mit Chris Hoy und den frühen Erfolgen auf der Bahn begann, wurde bis heute mit Team Sky auf der Straße weitergeführt. Der Erfolg kommt durch die Etablierung der British Cycling Academy für Nachwuchstalente und dem Lotto Fund, welcher den Sportlern ein sicheres Einkommen und dem Verband, auch mit Unterstützung der Regierung, die beste Ausrüstung gewährleistet. Radsport boomt in Großbritannien, irgendetwas muss British Cycling unter Brian Cookson richtig gemacht haben.

Brian Cookson machte seine Kandidatur am 04. Juni bekannt und war somit der einzige Herausforderer von Pat McQuaid, welcher das Amt als UCI Präsident seit 2005 innehielt.

Cookson’s Wahlversprechen – die fünf Hauptpunkte

Cookson verfasste sein Manifest unter dem Slogan „Vertrauen wiederherstellen, Veränderung anführen“ und führt fünf, breit gefächerte Hauptpunkte an, mit denen er die Verbände von sich überzeugen wollte. Dabei zielt er, gerade mit dem Slogan, auch auf die Unterstützung der Radsportfans ab.

(mehr …)

Jens Voigt’s neues Rad

Jens Voigt’s neues Rad

Die treusten Fans hat Jens Voigt wohl bekanntermaßen in Amerika, wo er fast schon als Kultfigur verehrt wird. Vor Kurzem kündigte er an, die Tour de France zwar nicht mehr fahren zu wollen, aber für die Rennen in Amerika gerne noch einmal seinen Vertrag zu verlängern. Nach der Tour of Utah besuchte er gestern die Trek World Messe, wo ihm vom neuen Hauptsponsor seines Teams ein neues Rad überreicht wurde. In seinem wohl (diesmal wirklich endgültig) letztes Jahr als Profi wird Jensie also ein Trek Madone mit besonderem Paintjob fahren.

jens voigts neues rad trek madone deutschland

Beklebt ist das Rad mit vielen Jensie-typischen Einzelheiten. Der Umstand, dass er mit einem harten, eigensinnigen Akzent spricht, dass er seine Familie liebt und den Spruch „Shut up Legs“ geprägt hat.

Die Namen von Jens Voigt’s sechs Kindern +  Ehefrau sind das erste, was er sieht, wenn er aufs Rad steigt

Jens Voigt Trek Rad Kindernamen

„Shut up Legs“ – sein mittlerweile unglaublich überbeanspruchte Motivationsspruch darf natürlich auch nicht fehlen:

jens voigt trek rad shut up legs paintjob

Jens Voigt begann seine Karriere in einem kleinen australischen Team und fuhr übrigens (glücklicherweise?) nie für ein deutsches Team. Von ZVVS-Giant-AIS ging es zu Crédit Agricole, dann zu Bjarne Riis‘ Team CSC, welches später Saxo Bank hiess, bevor er mit den Schleck Brüdern zu Leopard, später Radioshack-Nissan/Radioshack-Leopard wechselte und in dessen Nachfolgerteam, Trek, auch seine letzte Saison bestreiten wird.

jens voigt trek rad teamtrikots karriere

Seine Karriere begann Jensie in der ehemaligen DDR, genauer in Rostock, wo auch Jan Ullrich und viele weitere, spätere Radsportprofis durch das ostdeutsche Sportakademiesystem geprägt wurden.

Jens voigt trek rad ddr ostdeutschland

jens voigt trek rad friendensfahrt detail peace racejens voigt trek rad amateur weltcup weltmeisterstreifenJens Voigt hat als Superdomestik nicht viele bedeutende Siege eingefahren und hat seine Stärke immer in Ausreissergruppen unter Beweis gestellt. Zu seinen wohl prägendsten Siegen gehören also die Rennen, die er in seiner Jugend gewann. Die Friendensfahrt, das bedeutendste ostdeutsche Rennen, die „Tour de France des Ostens“, gewann Jens Voigt im Jahr 1994 im Alter von 23 Jahren. Auch die Friedenstaube auf dem Steuersatz soll daran erinnern. Daraufhin führte er die Weltrangliste der Amateure an und verbrachte die nächsten vier Jahre im Sportkader der Bundeswehr. Erst im Jahr 1998 wurde Jens Voigt Profi, durch die Hilfe des ostdeutschen Coaches Heiko Salzwedel, der an die Australische Sportakademie wechselte und ihn dort bei ZVVS-Giant-AIS unter Vertrag nahm.

Und falls noch jemand vergisst, wem dieses Rad gehört:

jens voigt trek rad detail i am motherfucking jens voigt

Hochauflösende Fotos von diesem Rad gibt es es bei Velonation.

Die Redaktion erkundet Swansea

Die Redaktion erkundet Swansea

Die südwalisische Stadt Swansea ist nicht unbedingt für eine blühende Radszene bekannt. Fakt ist, dass sich vor Bradley Wiggin’s Toursieg kaum ein Brite fürs Radfahren interessiert hat – allerdings hat Swansea seit Jahren eine etablierte Fixed Gear Szene.

Ich hatte das Vergnügen Tyron Francis von thefootdown.co.uk kennenzulernen, der seinen Blog seit 2009 betreibt und über Skateboarding in die Fixed Szene gelang. Er zeigte mir die Gegend auf dem Rad und zu Fuß –  ich war mehr als positiv überrascht von der wunderschönen Gegend.

thefootdown.co.uk swansea

Swansea hat eine reiche Geschichte, von dem Aufstieg der Stadt durch die Kupferwerke, der Schiffbauindustrie über die Arbeiterstreiks unter Margret Thatcher. Die Stadt wurde durch die Bombardements der Nazis im zweiten Weltkrieg weitesgehend zerstört und in den 60ern wieder aufgebaut. Alte Postkarten zeichnen kein schönes Bild der Stadt – Beton und Stahlwerke prägen das Stadtbild, aber seinen besonderen Charme erhält die Stadt durch die entlang der Hänge aufgereihten alten Arbeiterhäuser.

Swansea liegt in einem Tal – allgemein ist Wales überraschen hügelig, auf unseren Touren entlang der Küste ist es natürlich weitgehend flach, wenn man jedoch ins Innere abbiegt, begegnen einem direkt knallharte Anstiege mit Steigungen bis zu 30%. Etwas weiter nördlich im Südwesten liegt der Nationalpark Brecon Beacons kann man fast ungestört Serpentinen erklimmen.

fixed

Falls es euch also jemals nach Südwales verschlägt, sagt Hallo in der Urban Cyclery und bei Tyron!

Was Team Sky so an Musik hört

Was Team Sky so an Musik hört

Sky Pro Cycling ist so weit ich weiss das erste Team, welches Spotify als PR-Mittel erkannt hat. Seit über einem Jahr veröffentlicht das Team regelmässig neue, überraschend stilsischere Playlists zu verschiedenen Themen. Die aktuellste Liste ist dabei die Tour de France Playlists, zusammengestellt aus Empfehlungen der Fans:

Das Beste daran: die Fahrer selbst erstellen Listen und geben uns somit einen aufschlussreichen Einblick in deren teilweise recht vielfältigen Musikgeschmack. Christian Knees‘ Spitzname: German Gangsta (mehr …)