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Geschichten aus dem Peloton

Brian Cookson’s Versprechungen als neuer UCI Präsident

Brian Cookson’s Versprechungen als neuer UCI Präsident

Das 20-seitige Manifest von Brian Cookson ist bereits seit Ende Juni frei verfügbar, doch erst durch seine Wahl zum neuen Präsidenten der UCI wird dieses Dokument für den Radsportfan interessant.  24 der insgesamt 42 UCI Verbandsfunktionäre stimmten für ihn und sein “Wahlprogramm”, nun liegt es an Cookson,  Fans und Sportler davon zu überzeugen, dass er seine Versprechen einlösen kann.

brian cookson uci president 2013 british cycling

Foto: Pendle BC Flickr CC-BY-NC-ND

Wer ist Brian Cookson?

Der 62-jährge gibt mit seiner Wahl das Amt als Präsidenten des Britischen Radsportverbandes auf, welches er seit 1997 auführte. Auch wenn man ihm die Erfolge von British Cycling sicher nicht alleine zuschreiben kann, begann mit ihm der Aufstieg des Verbandes zum derzeit erfolgreichsten der Welt. Was mit Chris Hoy und den frühen Erfolgen auf der Bahn begann, wurde bis heute mit Team Sky auf der Straße weitergeführt. Der Erfolg kommt durch die Etablierung der British Cycling Academy für Nachwuchstalente und dem Lotto Fund, welcher den Sportlern ein sicheres Einkommen und dem Verband, auch mit Unterstützung der Regierung, die beste Ausrüstung gewährleistet. Radsport boomt in Großbritannien, irgendetwas muss British Cycling unter Brian Cookson richtig gemacht haben.

Brian Cookson machte seine Kandidatur am 04. Juni bekannt und war somit der einzige Herausforderer von Pat McQuaid, welcher das Amt als UCI Präsident seit 2005 innehielt.

Cookson’s Wahlversprechen – die fünf Hauptpunkte

Cookson verfasste sein Manifest unter dem Slogan “Vertrauen wiederherstellen, Veränderung anführen” und führt fünf, breit gefächerte Hauptpunkte an, mit denen er die Verbände von sich überzeugen wollte. Dabei zielt er, gerade mit dem Slogan, auch auf die Unterstützung der Radsportfans ab.

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Jens Voigt’s neues Rad

Jens Voigt’s neues Rad

Die treusten Fans hat Jens Voigt wohl bekanntermaßen in Amerika, wo er fast schon als Kultfigur verehrt wird. Vor Kurzem kündigte er an, die Tour de France zwar nicht mehr fahren zu wollen, aber für die Rennen in Amerika gerne noch einmal seinen Vertrag zu verlängern. Nach der Tour of Utah besuchte er gestern die Trek World Messe, wo ihm vom neuen Hauptsponsor seines Teams ein neues Rad überreicht wurde. In seinem wohl (diesmal wirklich endgültig) letztes Jahr als Profi wird Jensie also ein Trek Madone mit besonderem Paintjob fahren.

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Beklebt ist das Rad mit vielen Jensie-typischen Einzelheiten. Der Umstand, dass er mit einem harten, eigensinnigen Akzent spricht, dass er seine Familie liebt und den Spruch “Shut up Legs” geprägt hat.

Die Namen von Jens Voigt’s sechs Kindern +  Ehefrau sind das erste, was er sieht, wenn er aufs Rad steigt

Jens Voigt Trek Rad Kindernamen

“Shut up Legs” – sein mittlerweile unglaublich überbeanspruchte Motivationsspruch darf natürlich auch nicht fehlen:

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Jens Voigt begann seine Karriere in einem kleinen australischen Team und fuhr übrigens (glücklicherweise?) nie für ein deutsches Team. Von ZVVS-Giant-AIS ging es zu Crédit Agricole, dann zu Bjarne Riis’ Team CSC, welches später Saxo Bank hiess, bevor er mit den Schleck Brüdern zu Leopard, später Radioshack-Nissan/Radioshack-Leopard wechselte und in dessen Nachfolgerteam, Trek, auch seine letzte Saison bestreiten wird.

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Seine Karriere begann Jensie in der ehemaligen DDR, genauer in Rostock, wo auch Jan Ullrich und viele weitere, spätere Radsportprofis durch das ostdeutsche Sportakademiesystem geprägt wurden.

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jens voigt trek rad friendensfahrt detail peace racejens voigt trek rad amateur weltcup weltmeisterstreifenJens Voigt hat als Superdomestik nicht viele bedeutende Siege eingefahren und hat seine Stärke immer in Ausreissergruppen unter Beweis gestellt. Zu seinen wohl prägendsten Siegen gehören also die Rennen, die er in seiner Jugend gewann. Die Friendensfahrt, das bedeutendste ostdeutsche Rennen, die “Tour de France des Ostens”, gewann Jens Voigt im Jahr 1994 im Alter von 23 Jahren. Auch die Friedenstaube auf dem Steuersatz soll daran erinnern. Daraufhin führte er die Weltrangliste der Amateure an und verbrachte die nächsten vier Jahre im Sportkader der Bundeswehr. Erst im Jahr 1998 wurde Jens Voigt Profi, durch die Hilfe des ostdeutschen Coaches Heiko Salzwedel, der an die Australische Sportakademie wechselte und ihn dort bei ZVVS-Giant-AIS unter Vertrag nahm.

Und falls noch jemand vergisst, wem dieses Rad gehört:

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Hochauflösende Fotos von diesem Rad gibt es es bei Velonation.

Die Redaktion erkundet Swansea

Die Redaktion erkundet Swansea

Die südwalisische Stadt Swansea ist nicht unbedingt für eine blühende Radszene bekannt. Fakt ist, dass sich vor Bradley Wiggin’s Toursieg kaum ein Brite fürs Radfahren interessiert hat – allerdings hat Swansea seit Jahren eine etablierte Fixed Gear Szene.

Ich hatte das Vergnügen Tyron Francis von thefootdown.co.uk kennenzulernen, der seinen Blog seit 2009 betreibt und über Skateboarding in die Fixed Szene gelang. Er zeigte mir die Gegend auf dem Rad und zu Fuß -  ich war mehr als positiv überrascht von der wunderschönen Gegend.

thefootdown.co.uk swansea

Swansea hat eine reiche Geschichte, von dem Aufstieg der Stadt durch die Kupferwerke, der Schiffbauindustrie über die Arbeiterstreiks unter Margret Thatcher. Die Stadt wurde durch die Bombardements der Nazis im zweiten Weltkrieg weitesgehend zerstört und in den 60ern wieder aufgebaut. Alte Postkarten zeichnen kein schönes Bild der Stadt – Beton und Stahlwerke prägen das Stadtbild, aber seinen besonderen Charme erhält die Stadt durch die entlang der Hänge aufgereihten alten Arbeiterhäuser.

Swansea liegt in einem Tal – allgemein ist Wales überraschen hügelig, auf unseren Touren entlang der Küste ist es natürlich weitgehend flach, wenn man jedoch ins Innere abbiegt, begegnen einem direkt knallharte Anstiege mit Steigungen bis zu 30%. Etwas weiter nördlich im Südwesten liegt der Nationalpark Brecon Beacons kann man fast ungestört Serpentinen erklimmen.

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Falls es euch also jemals nach Südwales verschlägt, sagt Hallo in der Urban Cyclery und bei Tyron!

Was Team Sky so an Musik hört

Was Team Sky so an Musik hört

Sky Pro Cycling ist so weit ich weiss das erste Team, welches Spotify als PR-Mittel erkannt hat. Seit über einem Jahr veröffentlicht das Team regelmässig neue, überraschend stilsischere Playlists zu verschiedenen Themen. Die aktuellste Liste ist dabei die Tour de France Playlists, zusammengestellt aus Empfehlungen der Fans:

Das Beste daran: die Fahrer selbst erstellen Listen und geben uns somit einen aufschlussreichen Einblick in deren teilweise recht vielfältigen Musikgeschmack. Christian Knees’ Spitzname: German Gangsta (mehr…)

Greg Henderson, Adam Hansen & Andre Greipel auf einem Tiësto Konzert?

Greg Henderson, Adam Hansen & Andre Greipel auf einem Tiësto Konzert?

Naa, alles nur ein Scherz. Oder?

 

 

Belgische Medien haben die Story direkt aufgegriffen: (mehr…)

Fabian Cancellara, Fashion Model

Fabian Cancellara, Fashion Model

Fabian Cancellara ist neben Bernie Eisel wohl einer der Ladie’s Favorites im Peloton. Spartacus (so sein selbstgewähler Spitzname) sieht selbst in Hosenträgern zu CSC-Bootcamp Zeiten ziemlich sexy aus, kein Wunder dass der englische Fashionblog & Online Shop Mr Porter ihn vor Kurzem für ein Modeshooting gebucht hatte.

Foto: Cedric Bihr/Mr Porter

Foto: Cedric Bihr/Mr Porter

In dem kleinen Artikel sieht man wie Fabu beim Serpentinen hoch laufen einfach nur gut aussieht, ein bisschen rum fährt oder total intensiv in die Kamera schaut.

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Warum sich Sponsoring im Radsport lohnt – Der Cyclingnews Sponsoring Report

Warum sich Sponsoring im Radsport lohnt – Der Cyclingnews Sponsoring Report

Die britische Radsportnewsseite Cyclingnews.com hatte es sich zur Aufgabe gemacht herauszufinden, welchen finanziellen Wert das Sponsoring eines Radsportteams dem Unternehmen bietet – auch um potentiellen neuen Sponsoren aufzuzeigen, dass man im Radsport im Vergleich zu anderen klassischen Martketingmaßnahmen für wenig finanziellen Einsatz vergleichsweise viel Aufmerksamkeit bekommt. Der Report zeigt: im Vergleich zu konventionellen Werbemaßnahmen durch Werbeclips und Printanzeigen, generiert Radsportsponsoring eine unvergleichlich große Aufmerksamkeit für die platzierte Marke: 325 der knapp 700 Firmen, die derzeit im Radsport aktiv sind, generierten allein in der Saison 2012 einen Werbewert von über zwei Milliarden Dollar.

Foto: Anthony Cramp (Flickr) CC-BY-ND

Foto: Anthony Cramp (Flickr) CC-BY-ND

Um eine Einheit festzulegen, die den Wert der Aufmerksamkeit für den Sponsor bemisst, benutzt Cyclingnews den Begriff „brand exposure”, den ich im Folgenden mit „Sichtbarkeit” übersetzt habe. Cyclingnews beauftragte das Statistikunternehmen Repucom, welches Fernsehbilder aus allen WorldTour Rennen auswertete und weitere nötige Daten sammelte, um daraus den Wert „brand exposure” in Dollar zu errechnen. Die drei ausschlaggebenden Kriterien, die in diesen Wert mit einberechnet wurden, sind:

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Radsportklassiker in Kürze erklärt: Mailand – San Remo

Radsportklassiker in Kürze erklärt: Mailand – San Remo

Bei diesem Rennen kann man sich nie genau sicher sein, wer gewinnt. Eigentlich wird Milan – San Remo durch die überwiegend flachen Abschnitte als Sprinterrennen bezeichnet, dazu hat es für einige reine Sprinter jedoch zu viele Anstiege, genannt “capi”, die zudem jeden reinen Sprintzug ins verderben führen. Auch durch den Umstand, dass die Fahrer, wenn sie San Remo erreichen, schon bis zu sieben Stunden im Sattel saßen, erschwert für viele die Ambitionen auf einen finalen Sprintsieg. Seit 1982 ist die Strecke um die 298 Kilometer lang, somit ist “La Primavera” das längste aller UCI Rennen. Dementsprechend gemischt die Siegerliste: zwischen Sprintern wie Mark Cavendish, Mario Cipollini und Erik Zabel (Zabel gewann hier vier Mal), tummeln sich auch Klassikerspezialisten wie Fabian Cancellara, Pippo Pozzato und Oscar Freire. Aber auch Überraschungssieger, wie im Jahr 2012 der kompakte Allrounder Simon Gerrans, haben hier eine Chance zu gewinnen. Unübertroffen bleibt jedoch der 7-fache Sieger von Mailand – San Remo: Eddy Merckx.

Alessandro Petacchi gewann hier im Jahr 2005 - Foto: Julius Kusuma (Wikimedia Commons) CC-BY-SA

Alessandro Petacchi gewann hier im Jahr 2005 – Foto: Julius Kusuma (Wikimedia Commons) CC-BY-SA

Die Strecke verläuft über die ersten 150 Kilometer sehr flach, es wird sich erst ein mal warm gefahren, bis beim 142. Kilometer der Passo del Turchino mit 532 Höhenmetern auf die Fahrer wartet, der erste und “schwerste” Berg auf dem Streckenprofil. Ab dem 200. Kilometer werden die ersten Fahrer am La Mànie abgehangen. 25 Kilometer vor dem Ziel ist der vorletzte “capi”, der Cipressa zu bezwingen, spätestens dann geht es um die richtige Positionierung: Wer sich hier nicht an das richtige Hinterrad hängt und Energie spart, wird in den letzten Kilometern den Kürzeren ziehen. Entlang der Küste erreicht das Peloton nicht selten bis zu 60 Km/h, um zehn Kilometer vor dem Ziel den Poggio in Angriff zu nehmen. Nur drei Kilometer lang, mit einem Abschnitt über 8% nicht besonders schwer, jedoch mit bereits 290 Kilometern in den Beinen nicht zu unterschätzen. Enge Straßen, in denen die Favoriten nicht selten den Anschluss zur entscheidenden Gruppe verlieren und eine komplizierte Abfahrt, machen das Rennen auf den letzten Kilometern vor San Remo noch ein mal spannend. (mehr…)

Urteilsspruch aus Luxemburg: Fränk Schleck’s positive Dopingprobe auf das Duiretikum Xipamid

Urteilsspruch aus Luxemburg: Fränk Schleck’s positive Dopingprobe auf das Duiretikum Xipamid

Ich hatte bereits kurz nach Fränk Schleck’s positiver A-Probe berichtet, sechs Monate später folgt nun der Urteilsspruch in der ersten Instanz:

Der Disziplinarausschuss der Luxemburger Antidopingagentur ALAD verturteilte Fränk Schleck heute zu einem Jahr Sperre aufgrund einer positiven Dopingprobe auf das Diuretikum Xipamid. Die positive Probe wurde am 14. Juli festgestellt, seine Sperre wird somit auf diesen Tag zurückdatiert, d.h. er kann  ab dem 14. Juli 2013 wieder offiziell an Rennen teilnehmen.

Fränk Schleck - Foto: Sill Lab (Flickr CC BY-NC-ND

Fränk Schleck, mittlerweile auf TREK-Rädern bei Radioshack-Leopard unter Vertrag – Foto: Still Lab (Flickr ) CC BY-NC-ND

Fränk Schleck zu dem Urteil:

„In meinen Augen, ist die Entscheidung, mich für ein Jahr zu sperren, zu hart, da die ALAD davon ausgeht, dass ich unfreiwillig ein verseuchtes Produkt zu mir genommen haben. Leider sind die Regeln der UCI aber so, dass dies reicht, um einen Sportler zu sperren. Ich bin jedoch froh darüber, dass die Richter zurückbehalten haben, dass es sich nicht um einen Dopingfall handelt und dass es von meiner Seite aus kein Wille da war, meine Leistungen zu verbessern.”

Da Xipamid kein Dopingmittel an sich darstellt, sondern in der WADA Verbotsliste durch die diuretische Wirkung als Verschleierungsmittel gilt, wird Fränk Schleck nur indirekt des Dopings verdächtigt. Ihm drohte eine 2-Jährige Strafe, da laut WADA Code jeder Sportler selbst dafür verantwortlich ist, was in seinem Organismus gelangt. Die ALAD begründete seine Entscheidung (hier der Urteilsspruch auf Französisch), die Strafe um ein Jahr herabzusetzen, mit der geringen Menge des Mittels: 0,1 Nanogramm/Milliliter Xipamid seien in der Blutprobe gefunden worden. Ausserdem zeigte sein Biologischer Pass unter anderem einen normalen Hämatokritwert von 40%, was nicht auf Doping hinweist oder eine Verschleierung von Mitteln wie z.B. EPO, welches den Hämatokritwert deutlich anhebt, begründen könnte. Eine entnommene Blutprobe vom 24. Juli deute auch nicht auf verbotene Mittel wie Anabole Steroide hin, so der Urteilsspruch. Zeuge und Teamkollege Maxime Monfort gab an, während der Tour de France 2012 praktisch ununterbrochen mit Fränk Schleck zusammen gewesen zu sein, ihm sei nichts verdächtiges aufgefallen.  (mehr…)

Radsportklassiker in Kürze erklärt: Lüttich-Bastogne-Lüttich

Radsportklassiker in Kürze erklärt: Lüttich-Bastogne-Lüttich

Das älteste und hügeligste Rennen auf dem Kalender und auch offiziell der letzte Frühjahrsklassiker in dieser Saison; Liége – Bastogne – Liége, wie es im wallonischen Teil Belgiens heisst, ist zudem eins der härtesten Klassiker des Jahres.  Die vielen Anstiege der “La Doyenne” (Die Älteste) belohnt die aggressivsten Fahrer im Feld, weshalb es auf der letzte Hälfte der Strecke nach Lüttich zu ständigen Attacken kommt. 22 Tage nach der Flandern Rundfahrt und durch die darauffolgenden Klassiker zahlreichen Kilometern in den Beinen, fällt es einigen Fahrern nicht leicht bei jeder dieser Attacken mitzuhalten, alleinige Ausreissversuche sind taktisch äußerst unklug und daher selten. Eine späte Attacke kann entweder zu einem spektakulärem Scheitern oder einem mutigen Sieg führen.

Der Waldweg über den Côte de Wanne - Foto: JMHNK () CC BY-NC

Der Waldweg über den Côte de Wanne – Foto: JMHNK (Flickr) CC BY-NC

Das dritte und letzte Rennen der Ardennenklassiker führt zuerst über 95 Km relativ flacher Strecke direkt nach Bastogne und schlängelt sich über 163 Km durch die schöne Adrennenregion wieder zurück nach Ans, einem nördlichen Vorort von Lüttich. Der Rückweg beinhaltet kaum einen flachen Streckenabschnitt und die schwersten Berge, darunter den Haute-Levée, La Redoute und den Col de Forges, alle zwischen 1 Km bis 6,4 Km lang. DerCôte de “La Redoute” kommt relativ spät im Rennen, nach ca. 230Km und hat eine Steigung von 14-15%.

In den letzten 50 Kilometern warten vier Anstiege auf die Fahrer. Auf einem der letzten, bei 20 verbleibenden Kilometern nicht auf dem Streckenprofil verzeichnete, versteckte Anstieg, dem “Falkenhügel” Côte de la Roche aux Faucons, werden bei 1,5 Km Gesamtlänge und 9% Steigung oft die entscheidendsten Attacken gefahren. Entscheidend aus dem Grund, weil nach dem Falkenhügel nur eine kurze Abfahrt von 500m folgt, direkt danach führt eine 1,6 Km lange Rampe bei 5,5% Steigung hoch zum Dorf Gonhis – dieser Teil wird oft unterschätzt, viele Fahrer verlieren spätestens hier den Anschluss. (mehr…)